Der richtige Umgang mit der Kettensäge
Richtiger Umgang mit der Kettensäge
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Wir erklären wodrauf es beim Umgang mit der Kettensäge ankommt

Die Kettensäge richtig anwenden
Da liegt er nun, der große Haufen Brennholz. Leider noch in Form von Stammware. Was nun? Eine Kettensäge muss her!
Wer nicht selbst eine solche teure Maschine kaufen will, der leihe sie sich aus bei Baumaschinen Verleih Potrep, Holzwickede. Ist das Leihgerät dann zu Hause, juckt es in den Fingern. Anlasser ziehen und richtig Gas geben. Doch Stopp! Das ist gefährlich!
Bevor es losgeht, sind einige Dinge zu tun:
Die Kettensäge ist ein echtes Kraftpaket und will beherrscht sein. Das setzt körperliches Wohlbefinden und volle Leistungsfähigkeit voraus. Wer sich unwohl fühlt, weil eine Grippe im Anmarsch ist, der sollte das Sägen auf später verschieben. Auch Alkohol darf nicht im Blut sein, das führt leicht zur Selbstüberschätzung. Und: Schutzausrüstung anlegen! Das wären:

  • Schnittschutzstiefel
  • Schnittschutzhose
  • Jacke mit Leuchtstreifen
  • Helm mit Sichtschutzgitter
  • Gehörschutz
  • Schutzhandschuhe

Dann wird das richtige Benzin gebraucht. Da Kettensägen mit Zweitaktmotoren laufen, brauchen sie einen Ölzusatz. Dieses Gemisch wird am besten vor Beginn der Arbeit hergestellt. Das Öl gibt es als Zusatz für fünf Liter Kraftstoff. Das entspricht einem kleinen Kanister, in den der lila Zusatz vollständig geleert wird. So ergibt sich das richtige Gemisch. Dieser Vorrat reicht etwa für 10-15 Festmeter Holz. Gut durchschütteln und den Tank langsam füllen.
Genauso wichtig ist das Schmiermittel für die Kette. Dafür gibt es spezielles Kettensägeöl, welches biologisch abbaubar ist. Also kein Altöl benutzen! Eine Füllung Bioöl reicht für genau eine Füllung Benzin.
Ein Plan im Kopf ist ebenfalls wichtig. Was will ich sägen, wo und wie? Liegendes Stammholz darf keinesfalls in akrobatischer Kunst vom Stapel herunter gesägt werden. Immer erst herunterrollen. Es hat sich bewährt, unten zwei der Stämme quer zum Stapel zu legen und die herabfallenden Hölzer dort aufzureihen. Da ist die Kette nicht so dicht über dem Erdboden. Denn einmal in die Erde geharkt, schon sind die Zähne stumpf und müssen geschärft werden. Dafür gibt es kleine Rundfeilen mit einer Führungsschablone. Die sollte neben dem Steckschlüssel für die Kettenspannung zur Grundausrüstung gehören.
Schutzausrüstung an, beide Tanks gefüllt? Dann kann es losgehen. Choke ziehen, Kontrollblick auf die Umgebung, brauche ich die Winter- oder Sommereinstellung? Start einstellen, letzte Prüfung: Ist der Haltebügel der Kettenbremse offen? Ein Auf- und Zumachen des Haltegriffes schafft Klarheit.
Das Anreisen der Säge bedarf etwas Übung. Kleinere Maschinen werden einfach zwischen die Oberschenkel geklemmt und kurz und kräftig angelassen. Schwere Maschinen lassen sich besser vom Boden aus anreisen. Fuß drauf und ordentlich gezogen. Schnur aber gleich wieder einlassen, sonst rasselt es im Getriebe!
Jetzt sollte der Motor kurz anspringen und dann wieder ausgehen. Warum? Weil der Choke jetzt wieder rein zu schieben ist. Dann das Spiel noch einmal und die Säge läuft. Bei gutem Benzin und Öl nebelt es nur kurz, es empfiehlt sich, eine kleine Warmlauf-Minute einzuhalten. Die Kette dehnt sich durch die Wärme beim Sägen aus. Man stellt sie nach den ersten Schnitten wieder straff. So, dass sie sich nur etwa 5mm vom Blatt heben lässt. Sonst greift im Ernstfall die Bremse nicht. Die verhindert beim Hochschlagen das Weiterlaufen.

Wenn die Säge nach einigen Versuchen immer noch nicht laufen will, gibt es einen Trick. Den Choke wieder zu und nur die Zündung an. Einen Moment warten, dann mehrmals durch ziehen. Dann den Choke wieder rein und einmal mit Kraft ziehen. Da sollte es eigentlich losgehen. Ansonsten hilft es, die Zündkerze zu reinigen oder noch einmal alle Einstellungen nachprüfen.
Das Sägen selbst macht ungemein Spaß. Nicht umsonst heißt es „Holzmacke“. Wer einmal den Duft von Harz und Benzin gerochen hat, der braucht es immer wieder.