Wanddurchbruch selbst gemacht!

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Bohrhammer Wanddurchbruch

Wenn eine ältere Wohnung oder ein älteres Haus gekauft wird, muss man die vorhandenen Grundrisse zunächst einmal als gegeben hinnehmen. Die dann hier vorhandene Raumverteilung ist nicht immer ideal. Bei Altbauten gibt es teilweise viele kleine Räume, die auch zu einem großzügigen Bereich umgestaltet werden könnten. Wenn Kinder aus dem Haus sind und dann zwei kleine Kinderzimmer zu einem größeren Arbeitszimmer umgestaltet werden könnten, ist hier für alle oben beschriebenen Sachverhalte eine Lösung, die Durchführung von einem Wanddurchbruch.

Dabei hängt dann die tatsächliche Umsetzung eines Wanddurchbruches davon ab, ob es sich hierbei um eine tragende Wand handelt oder nicht. Dies kann aber ein Nicht-Fachmann nur beurteilen, wenn dieser selbst die Wand nicht erstellt oder eingezogen hat oder wenn hier eine Probe zu dem Ergebnis kommt, dass es sich hierbei, was die Wand belangt, um Gipskarton handelt und somit keine tragende Wand vorhanden wäre. Rein aus der vorhandenen Wandstärke lässt sich eine statische Funktion der Wand nicht beurteilen. Hierzu ist in den meisten Fällen die Hilfe von einem Statiker erforderlich.

Die tragende Wand

Damit eine tragende Wand durchgebrochen werden kann, ist die Berechnung von einem Statiker erforderlich, um zu wissen, welche Last ein dort einzubauender Sturz tragen und aushalten muss. Ebenfalls muss hier der Statiker errechnen, wie ein solcher Sturz zu bemessen und zu konstruieren ist. Dabei wird hier bei einer tragenden Wand die noch vorhandene Konstruktion gestützt, ein Träger wird eingebaut und dieser wird dann untermauert. Wenn dann eine Härtung erfolgt ist, kann die Absteifung entfernt werden. Erst danach kann dann der Durchbruch beginnen. Bei einer tragenden Wand sollte jedoch ein Heimwerker oder ein Laie die Finger von einem Durchbruch lassen und hier eine Fachfirma damit beauftragen. Der Grund liegt zum Teil auch darin, dass, wenn etwas beim Durchbruch schief geht, muss die Fachfirma die Haftung übernehmen.

Eine nicht tragende Wand

Wenn bei einer Wand ein hohler Klang beim Klopfen entsteht, handelt es sich um Trockenbauwände. Solche Wände setzen sich aus einem Stahl- oder Holzgerüst und Gipskartonplatten zusammen. In der Regel ist hier die Statik kein Problem. Das Problem hier sind die Versorgungsleitungen, denn weder Wasser, noch Gasleitungen oder Stromleitungen dürfen bei dem geplanten Durchbruch durchkreuzt werden.
Bei Mauerwerkswänden bestehen diese zum Teil aus Gasbetonsteinen. Dabei wurden ab etwa in den 1990er Jahren tragende Wände erst ab einer Stärke von 11,5 Zentimeter zugelassen. Diese Stärke hat jedoch nur für das reine Mauerwerk, jedoch nicht für die komplette Wand mit Wandbelägen, Tapeten und Putz, Gültigkeit. Wenn eine solche Situation anzutreffen ist, sollte hier eine Fachfirma eingeschaltet werden.

Einsatz der richtigen Maschinen:

Der Bohrhammer

Wenn eine nicht tragende Wand vorhanden ist, ist hier die einfachste Methode für den Durchbruch Meißel und Hammer. Das kann jedoch sehr lange dauern und ist sehr mühsam. Eine bessere Möglichkeit hierfür ist ein Bohrhammer. Dabei sollte jedoch hier beachtet werden, dass bei dem Einsatz von etwas größerem Gerät nur das zerstört werden sollte, was auch für den Durchbruch unbedingt erforderlich ist.

Bei dieser Durchbruch-Art wird zunächst mit dem Meißel der Putz abgeschlagen. Im nächsten Schritte werden dann mit dem Bohrhammer auf der Basis der auf der Wand aufgezeichneten Linie ungefähr alle 10 Zentimeter Löcher gebohrt. Die Abstände der Löcher können, je nach Bedarf, vergrößert oder auch verkleinert werden. Mit Hilfe des Meisels wird das Mauerwerk zwischen den Bohrlöchern bearbeitet. Der dann noch vorhandene Rest wird dann kontrolliert umgestürzt und dann durch weitere Bohrungen sowie weitere Einsätze des Meisels abgetragen.

Der Winkelschleifer oder Trennjäger

Eine weitere Möglichkeit ist das Schneiden mit einem großen Winkelschleifer oder einem Trennjäger. Dieser kann zum Beispiel mit Diamantenscheiben ausgestattet sein. Wenn hier Leichtbausteine aus Porenbeton oder Gipskarton vorhanden ist, ist dies eine gute Methode. Wenn es sich um Kalksandstein-Mauerwerk handelt, wird es dann hier etwas mühsamer.

Mit Hilfe von Winkelschleifern oder Trennjäger wird hier auch an einer auf der Wand angezeichneten Linie ausgeschnitten. Hierzu sollten verschiedenartige Diamantenscheiben zum Einsatz kommen. Das dann in der Mitte noch übrig gebliebene Stück Wand wird umgestürzt (in kontrollierter Form) oder durch weitere Schnitte dann stückweise abgetragen.

Wenn kleine und runde Durchbrüche, wie beispielsweise für die Abluftschächte von Dunstabzugshauben, anstehen, kann hier auch ein Kernbohrer zum Einsatz kommen. Dieser Bohrer ist mit einem mit Industriediamanten ausgestatteten Rohr versehen und fräst ein Loch in die Wand und der ausgeschnittene Kern bleibt in sich erhalten. Dadurch entsteht weniger Dreck und der Vorgang kann schneller durchgeführt werden.

Weitere vorbereitende Maßnahmen

Schrottcontainer

Vor Beginn der Arbeiten für einen Durchbruch sollte die Organisation, wie der Bauschutt abtransportiert werden soll, in Angriff genommen werden. Dabei handelt es sich hierbei um einen Container von einer Entsorgungsfirma, der dort gemietet werden kann. Die her dann anfallende Schuttmenge wird dadurch berechnet, indem die Tiefe, die Breite sowie die Höhe des vorgesehenen Durchbruchs multipliziert und dieses Volumen verdoppelt wird, weil hier Einzelteile des Durchbruchs wesentlich mehr Platz benötigen. Wenn der Durchbruch in den oberen Räumen eines Wohnhauses durchgeführt werden soll, können hier Baurutschen zum Einsatz kommen. Dabei werden solche Röhren durch das Fenster gehängt und das Ende dieser Röhren befindet sich ein Schuttcontainer, so dass dann dadurch der Bauschutt direkt im Schuttcontainer landet.

Das Staub-Problem

Wegen der Staubbildung sind die großen Schuttbrocken in der Regel nach Abschluss der Durchbrucharbeiten nicht das Problem. Das Problem beim Staub ist der, dass dieser in jede Ritze der Umgebung kriecht. Hier wäre es dann sinnvoll, die beiden Zimmer, bei denen der Durchbruch erfolgen soll, vorher komplett zu räumen. Dies bietet sich auch bei einer etwas umfassenden Sanierung auch an. Eine weitere Möglichkeit ist die, dass die Möbel an das andere Ende des größeren Zimmers, bei denen der Durchbruch stattfindet, geräumt werden. Hier besteht dann die Möglichkeit, innerhalb von diesem Raum zusätzlich Staubschutzwände aufzustellen.

Bei weiteren Fragen zu unseren Maschinen oder sonstigen Fragen, stehen wir Ihnen gerne zu Verfügung!